Berichte
Trausegen für Sina und MatthiasSamstag, 04.09.2010
Am 4. September 2010 war für Sina und Matthias endlich der lang ersehnte Tag ihrer Hochzeit gekommen. Bräutigam und Bezirksältester Eduard Nieland, der die Trauung halten würde, standen vor dem Altar und warteten… Als die Orgel ertönte, blickte Matthias erwartungsvoll und etwas nervös in Richtung Kirchentür. Wie würde seine Sina aussehen? Traditionell durfte er das Brautkleid vorher nämlich nicht sehen. Endlich kam sie an der Seite ihres Vaters die Eingangstreppe herauf und schließlich durch den Mittelgang geschritten…
Sina war überwältigt und sehr bewegt, als sie die vielen Hochzeitsgäste sah, aber auf den letzten Metern hatte sie nur noch Augen für ihren Matthias. Nachdem sie der Bezirksälteste Eduard Nieland begrüßt hatte, begann der Traugottesdienst mit einem gemeinsamen Eingangslied.
Als Textwort las der Älteste den 22. Vers aus dem fünften Kapitel des Galaterbriefes vor: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue“. Der Älteste hob hervor, dass die Menschen alle individuell wären und man akzeptieren sollte, dass der andere anders wäre. Nicht gleich kritisieren, stattdessen das Gute sehen, war sein Rat nicht nur an das Brautpaar, sondern an alle Besucher. Sina und Matthias empfahl er, einander zuzuhören und miteinander zu reden.
Nachdem die beiden die Frage des Ältesten, ob sie den Lebensweg gemeinsam gehen wollten, mit einem schlichten, aber ausdruckstarken „Ja“ beantwortet hatten, wurde ihnen der Trausegen gespendet. Anschließend durften Braut und Bräutigam die Trauringe anstecken und sich küssen. Nach diesen sehr emotionalen Augenblicken, die auch die Besucher erfassten, strahlte ein glückliches Brautpaar in die Gemeinde.
Nach dem Gottesdienst gab es dann viele Glück- und Segenswünsche, sowie Geschenke entgegenzunehmen. Als das Brautpaar dann die Kirche verlassen wollte, mussten aber noch ein paar „Hindernisse“ überwunden bzw. kleine Aufgaben erfüllt werden:
Zunächst hatten einige Jugendliche ein Tuch aufgespannt, aus dem Sina und Matthias ein Herz ausschneiden mussten. Durch diesen Ausschnitt musste der Bräutigam, mit seiner Braut auf dem Arm, hindurchsteigen.
Nachdem dieses Hindernis „geschafft“ war, wartete ein weißer Weidenkorb darauf, geöffnet zu werden. Daraus entstiegen einige weiße Tauben und starteten in den blauen Himmel.
Zum Schluss versperrte ein Seil den Weg, der erst freigegeben wurde, nachdem für die Kinder ein paar Münzen und Süßigkeiten verteilt wurden. Eifrig wurde die „Beute“ von den Kleinen eingesammelt und in den eigenen Hosentaschen oder Handtaschen von Oma oder Mama verstaut.
Für das Brautpaar ging es dann weiter nach Oberhausen, wo es mit seinen Gästen noch einen unvergesslichen schönen Nachmittag und Abend erlebte.
S. Glinka / F. Glinka