Berichte
Bezirksapostel Ndandula in HochlarmarkMittwoch, 17.03.2010
Sehr gespannt und mit großer Vorfreude erwartete unsere Gemeinde den Besuch von Bezirksapostel Charles S. Ndandula aus Sambia. Am Mittwochabend, dem 17. März 2010 hielt er einen Gottesdienst in Hochlarmark, der sicher so schnell nicht vergessen wird. Ein Teil des Gemeindechores hatte extra einige Lieder in englischer Sprache eingeübt. Denn der Bezirksapostel spricht nur wenige Worte deutsch. Für die Übersetzung seiner Predigt begleitete ihn Hirte Senn aus der Schweiz. Aber der Besuch aus Afrika hatte so eine herzliche und freudige Ausstrahlung, dass er trotz der fremden Sprache sofort die Herzen der Hochlarmarker eroberte.
Außer dem „englischen Chor“ umrahmten der Instrumentalkreis sowie der Gemeindechor den Gottesdienst musikalisch. Als Textwort diente der 29. Vers aus Römer 15: „Ich weiß aber, wenn ich zu euch komme, dass ich mit dem vollen Segen Christi kommen werde.“
Über das nach dem Textwort vorgetragene Lied „Make me purer (Mach mich reiner)“ hat sich Bezirksapostel Ndandula sehr gefreut und er ging zu Beginn seiner Predigt kurz darauf ein.
Dann nahm er Bezug auf das Textwort. So wie damals Apostel Paulus mit dem Segen Christi zu den Römern gekommen ist, kommen auch heute die Botschafter Jesu mit vollem Segen zu uns. Was ist dieser Segen? Zum Beispiel wird das Wort in jedem Gottesdienst ausgeteilt. Ein anderer Segen wäre der Frieden, einmal mit den Dingen, die uns im Leben begegnen, in dem Wissen, dass Gott mit uns ist. Zum anderen der Frieden mit anderen; wir wollen anderen ein Wohlgefühl vermitteln. Im weiteren Verlauf erläuterte der Bezirksapostel, wie daraus dann Früchte des Geistes entstehen können. Er versicherte, dass wir keinen Mangel haben werden, um ins Himmelreich zu kommen, wenn wir den vollen Segen empfangen haben. Voraussetzung wäre allerdings, dass wir auch darum kämpfen, denn leider wäre es auch möglich, den Segen wieder zu verlieren. Am Schluss ermunterte er die Zuhörer weiter zu machen und stellte das Glaubensziel vor Augen.
Dann bat der Bezirksapostel den Bezirksältesten Eduard Nieland an den Altar. Dieser versuchte, mit Rücksicht auf den Übersetzer, ein wenig in englischer Sprache zu predigen und gleichzeitig für die deutschen Zuhörer zu übersetzen. Inhaltlich machte er deutlich, welche Auswirkungen der Segen Gottes haben sollte. „Wenn Gott segnet, verfolgt er die Absicht, dass wir auch ein Segen für andere sein sollen“, so der Älteste. Der volle Segen würde uns Flügel verleihen, um das Glaubensziel zu erreichen.
Anschließend erfuhr die Gemeinde, dass der Besuch aus Sambia und der Bezirksälteste Nieland sich bereits im vergangenen Jahr beim Europajugendtag in Düsseldorf kennengelernt hatten. Da war der Älteste nämlich sein Begleiter und Übersetzer. Aber keiner von beiden hätte damals gedacht, dass der Apostel einmal unseren Bezirk besuchen würde.
Bezirksevangelist Jörg Jendral wurde ebenfalls noch um ein paar Worte gebeten. Er verglich die schöne Idee des Stammapostels, die Apostel im Rahmen der Bezirksapostelversammlung in die Bezirke zu schicken mit der biblischen Zeit, als die damaligen Apostel in die „weite Welt“ geschickt wurden, um das Wort Gottes zu verbreiten.
Der Höhepunkt des Gottesdienstes war die Feier des Heiligen Abendmahles auf die wieder der „englische Chor“ mit einem schönen Lied vorbereitete.
Nach dem Gottesdienst erzählte der Bezirksapostel noch kurz aus seinem Arbeitsgebiet in Afrika. Er betreut 1,5 Mio. neuapostolische Christen in mehr als 9.000 Gemeinden in Sambia, Malawi und Simbabwe. Ein Gebiet, dessen Größe wir uns hier kaum vorstellen können. Dafür hatte der Apostel etwas Probleme, die einzelnen dicht beieinanderliegenden Städte im Ruhrgebiet zu unterscheiden. Neben Dortmund, wo während der Woche die Bezirksapostelversammlung stattfand, musste er jetzt noch die Worte „Recklinghausen“ und „Hochlarmark“ lernen.
Leider war der Gottesdienst dann viel zu schnell zu Ende. Der Bezirksapostel verabschiedete sich von allen mit vielen guten Wünschen. Er musste einige „Autogramme“ geben und Fotos wurden auch noch als Erinnerung gewünscht. Freudig lachend ließ er dies aber alles über sich ergehen.
Es war ein außergewöhnlicher Gottesdienst, den es in Hochlarmark sicher so schnell nicht wieder geben wird und der noch lange in den Herzen der Hochlarmarker bewegt wird und für Gesprächsstoff sorgen wird. Dem Bezirksapostel aus Sambia wurden ganz viele liebe Grüße an die Glaubensgeschwister in Afrika mitgegeben.
Fotogalerie zu diesem Bericht
Ein weiterer Bericht auf der Bezirkshomepage Recklinghausen
Auf NAK-NRW lesen: Bezirksapostel tagen in Dortmund
Informationen über die Neuapostolische Kirche in Sambia
S. Glinka / F. Glinka