Berichte

Seniorenkreis meets JugendMittwoch, 03.03.2010

Hatte der Seniorenkreis am Dienstag, dem 2. März 2010 ein außergewöhnliches monatliches Treffen oder die Jugend eine etwas andere Jugendstunde? Diese Frage lässt sich so einfach gar nicht beantworten. Denn die Hochlarmarker Senioren hatten die Jugend an diesem Abend eingeladen…


Normalerweise trifft sich die ältere Generation am zweiten Dienstag im Monat zum gemütlichen Kaffee trinken am Nachmittag. Abends findet ebenfalls an diesem Tag die Jugendstunde für die jüngere Generation statt. Diese ist gemeinsam mit den Jugendlichen aus Recklinghausen-Süd und Dülmen abwechselnd in den verschiedenen Gemeinden.

Nun hatten die Älteren mal die Idee, die Jugend einzuladen. Da man davon ausging, dass die Jugendlichen viel Hunger haben würden, wurde „ordentlich aufgetischt“. Es gab belegte Brötchen, Süßes und Getränke. Schon beim Essen gab es manch interessante Gespräche zwischen den Generationen. Anschließend ergriff der Seniorenbeauftragte Karl-Heinz Heimrath das Wort und betonte, dass sich die Senioren freuen würden, dass die Jugendlichen der Einladung gefolgt waren. Er forderte die Gäste auf, Fragen zu stellen oder Erlebnisse zu erzählen.

Da sich die Jüngeren nicht so richtig trauten, ergriffen zunächst die Jugendleiter aus Dülmen und Recklinghausen-Süd das Wort. Sie stellten sich und ihre Jugendlichen kurz vor und bedankten sich für Einladung. Die Hochlarmarker Jugendleiter mussten sich nicht vorstellen. Christian Kujath erläuterte, dass für die Jugendstunde im März das Thema „Demut“ vorgesehen war. Er erklärte die ursprüngliche Bedeutung mit „mit Mut dienen“. Das schien irgendwie ein Stichwort für die Senioren zu sein. Es sprudelten nun viele Glaubenserlebnisse aus ihnen heraus. Sie ermunterten die Jüngeren, im täglichen Leben mutig und freudig von ihrem Glauben zu erzählen. Es wurden auch viele Beispiele für erlebten Engelschutz genannt. Da viele ältere Glaubensbrüder früher im Bergbau tätig waren, erfuhren die Jugendlichen eine ganze Menge über die Arbeit „unter Tage“. Der Seniorenbeauftragte erzählte unter anderem von einem Erlebnis, bei dem ihm bewusst wurde, wie wichtig Licht in einem absolut dunklen Stollen ist. Diese Erzählung lenkte hin zum kommenden Sonntag, an dem in den Gemeinden im Gottesdienst besonders der Entschlafenen gedacht wird. Auch sie würden auf ein Licht warten, für das wir in Form von Gebeten sorgen können.

Aber nicht nur Nachdenkliches, sondern auch Lustiges wurde erzählt. Dabei kamen die Jugendlichen irgendwie nicht wirklich zu Wort. Aber vielleicht war es für sie auch schöner, einfach mal zu hören, was die Älteren schon alles so erlebt haben.

Zum Schluss wurde noch gemeinsam gesungen. Für die Senioren ein ganz normaler Programmpunkt in ihren monatlichen Treffen, für die Jugend nicht ganz so selbstverständlich, da in den Jugendstunden eher geredet wird. Aber die Sangesfreude der Gastgeber steckte an und mit Begleitung des Harmoniums klappte es auch gut.

Ein schöner Abend, an dem sich die Generationen etwas näher gekommen sind, ging zu Ende mit dem Wunsch, dies bald mal zu wiederholen.
 

S. Glinka