Berichte
WeihnachtsfeierSonntag, 13.12.2009
Auch in diesem Jahr ließ sich anhand der Vorbereitungen schon vermuten, dass die Weihnachtsfeier am Sonntag, dem 13. Dezember 2009 wieder einige schöne Überraschungen und interessante Programmpunkte bringen würde. In den Nebenräumen lagerten diverse Requisiten, die Kinder trafen sich an einem Nachmittag zu „bestimmten Vorbereitungen“, die aber zunächst nicht näher beschrieben werden sollten. Eine Glaubensschwester aus dem Seniorenkreis deutete an, dass sie ein schönes Gedicht vortragen würde. Aber insgesamt hüllten sich alle in ein großes Schweigen, wenn man näheres wissen wollte…
Nach dem Vormittagsgottesdienst wurde auch in diesem Jahr das Kirchenschiff wieder umgeräumt, damit Tische für ein gemütlicheres Zusammensitzen aufgestellt werden konnten. Anstelle der normalen Deckenlampen wurden Kerzen aufgestellt. Und auch die Technik für Beschallung und Atmosphäre wurde in Stellung gebracht.
Am Nachmittag ging es dann endlich los. Nach Begrüßung und Gebet durch den Vorsteher, übernahmen Stina Görlitz und Andreas Neumann die weitere Moderation. Charmant und locker führten sie durch den Nachmittag. Nach dem gemeinsam gesungenen Lied „O Tannenbaum“, das Philipp Kujath auf der Orgel begleitete, begann Ingrid Wacker aus dem Seniorenkreis mit einem Gedicht, das sich vom Thema gleich an das Lied anschloss. Es ging um den „Weihnachtsbaum“, der allerdings mangels sorgfältiger Befestigung in seinem Ständer etwas Durcheinander in den Weihnachtsabend brachte.
Dann folgten die Kinder mit dem Lied „Kling Glöckchen“. Dabei hatten vor allem die „Kleinen“ aus der Vorsonntagschule ihren Spaß, denn sie waren mit allerlei „Instrumenten“ wie Glöckchen, Triangeln oder Rasseln ausgestattet und durften beim Refrain ordentlich Krach machen.
Bei dem Gedicht „Vier Kerzen“ mussten die Lehrerinnen Sylvia und Sonja ein bisschen mithelfen, denn die Vorsonntagschüler hatten vor lauter Aufregung ein wenig Mühe mit ihrem Text. Aber letztendlich hat doch alles gut geklappt.
Anschließend gab es Musik. Der Instrumentalkreis spielte die Weihnachtsklassiker „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ und „Der Christbaum ist der schönste Baum“ und sorgte so für eine schöne weihnachtliche Stimmung.
Die „ReliKids“ (Religionskinder) und Sonntagschüler waren der nächste Programmpunkt. Als „Nachwuchsreporter“ führten sie kurze Interviews mit einigen Glaubensgeschwistern der Gemeinde, quer durch alle Altersstufen. So wurden einem betagten Glaubensbruder, einer Jugendlichen, einem jungen Vater, einer dreifachen Oma, einem jungen Diakon und unserem Hirten auch ungewöhnliche Fragen gestellt: Zum Beispiel wurde der junge Vater gefragt, ob er im Gottesdienst auch schon mal einschlafen würde. Bei dem jungen Diakon interessierte sich der kleine Reporter vor allem dafür, warum er immer unterschiedliche Autos fahren würde. Seine einzige mögliche Erklärung formulierte er in der Frage: „Bist du ein Autoklauer?“ Nein, natürlich nicht, wurde erklärt. Die berufliche Tätigkeit des Diakons wäre mit vielen Dienstreisen verbunden, für die er dann jeweils Firmenwagen zur Verfügung gestellt bekäme, war die einfache Antwort. Unser Vorsteher wurde unter anderem gefragt, ob er seine Hemden selbst bügeln würde und ob er wirklich alle Gemeindemitglieder mögen würde.
Dann stand wieder Musik auf dem Programm. Der Männerchor trug „Stille Nacht“ und „Wir leben in der letzten Zeit“ vor. Zu dem akustischen Vortrag wurde durch einen Beamer ein stimmungsvolles Bild an die Wand projiziert, das nun in der Dämmerung, die inzwischen eingesetzt hatte, auch richtig zur Geltung kam.
Der anschließende Beitrag kam wieder aus dem Seniorenkreis. Gerd Senft trug ein Gedicht vor, in welchem dem Weihnachtsmann so mancherlei Vergehen vorgeworfen wurden; angefangen von diversen Verkehrsvergehen mit seinem nicht ganz verkehrstauglichen Rentierschlitten, über Hausfriedenbruch, wenn er durch den Kamin in die Wohnungen eindringt bis zu Nötigung und ähnlichen Straftaten. Aber wer möchte schon gerne den „Weihnachtsmann im Knast“ sehen?
Bei dem nächsten Programmpunkt der Kinder kamen nun viele „Requisiten“ zum Einsatz. Zunächst wurden alle mit Schals und Mützen versorgt und mit „Schnellbällen“ bewaffnet. Dies alles diente mit zum Vortrag des Liedes „Es schneit“. Auch Schlitten und ein Schneemann aus Pappe spielten in dem pantomimisch vorgetragenen Lied eine Rolle. Das Highlight war dann zum Schluss, als die „Schneebälle“ abgefeuert werden durften.
Der Schlitten kam dann auch noch einmal zum Einsatz, als die Kinder die Überraschung für die Senioren hereinbrachten: Ein großer Sack mit kleinen Gebäcktütchen wurde hereingezogen. Und nun lüftete sich auch das Geheimnis der Kinder: Sie hatten fleißig Plätzchen für die Senioren gebacken, die sie nun stolz verteilten.
Aber die kleinen Geber sollten nicht leer ausgehen. Auch für sie gab es kleine Geschenke, die die Lehrerinnen nun verteilten.
Ein gemeinsames Lied und Gebet beendete offiziell diesen schönen Nachmittag. Aber nach Hause gingen die meisten noch nicht. Es blieb noch etwas Gelegenheit für einen gemütlichen Plausch.
Fotogalerie zu diesem Bericht
Sonja Glinka / Frank Glinka