Berichte

Erster Gottesdienst nach der RenovierungSonntag, 03.07.2005

Nach sechsmonatigen Renovierungsarbeiten fand am Sonntag, dem 03. Juli 2005 wieder der erste Gottesdienst in dem Kirchengebäude auf der Leopoldstraße 56 statt.


Während dieser Zeit waren die Mitglieder der Gemeinde Hochlarmark zu Gast in der Nachbargemeinde Recklinghausen-Süd. Die bisherigen Gastgeber wiederum waren nun zum Eröffnungsgottesdienst nach Hochlarmark eingeladen. Die Geschichte der beiden Gemeinden ist eng miteinander verbunden, denn Hochlarmark ist im Jahre 1960 aus der Gemeinde Recklinghausen-Süd hervorgegangen. Als das Kirchengebäude am 31. Mai 1960 eingeweiht wurde, war dies auch gleichzeitig das Gründungsdatum. Zuvor hatten die Gläubigen die Gottesdienste in Recklinghausen-Süd (in der damaligen Versammlungsstätte auf der Feldstraße 29) besucht. Da die Zahl der Gottesdienstbesucher stetig wuchs, waren die Platzverhältnisse dort schließlich so beengt, dass die Gemeinde geteilt werden musste und so die beiden Gemeinden Recklinghausen-Süd und –Hochlarmark entstanden.
Gemeinsam erlebten alle nun einen bewegenden Gottesdienst, den Bischof Roland Eckhardt gehalten hat. Der Bischof verwendete ein Textwort aus dem 140. Psalm, Vers 13: „Denn ich weiß, dass der Herr des Elenden Sache führen und den Armen Recht schaffen wird.“
Zunächst dankte er allen, die dazu beige- tragen haben, dass das Gebäude wieder so schön gestaltet wurde: Neben den Arbeiten der Profihandwerker sind auch einige von „fachkundiger Hand“ aus der Gemeinde erbracht worden. Nachdem dann alle Handwerker fertig waren, musste zunächst gründlich geputzt werden; und zum Schluss wurde die Kirche dann noch schön geschmückt.
Bischof Eckhardt verglich die Wieder- eröffnung mit dem biblischen Ereignis, der Einweihung des Tempels. Nachdem alles fertig war, „zog der Herr mit seiner Herrlichkeit ein.“ Das wünschte er nun auch der Gemeinde: dass der liebe Gott fühlbar und erlebbar sein wird und dass man Trost empfängt und aufgebaut wird, wenn man Sorgen hat. Außerdem soll das Wort Gottes Glücklichsein auslösen.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes machte der Bischof dann deutlich, wie man als Mensch Versöhnung mit Gott und Erlösung von Sünden erreichen kann. Nach neuapostolischem Glaubensverständnis ist dies auch für Verstorbene möglich. Daher wird an den jeweils ersten Sonntagen im März, Juli und November besonders für die Verstorbenen gebetet.
Der Bezirksälteste Lothar Robak wurde ebenfalls gebeten, ein paar Worte zu sprechen. Er stellte heraus, dass ihm vor dem Gottesdienst die Vor- freude in den Gesichtern der Gottesdienst- besucher aufgefallen wäre. Und dies nicht nur wegen des renovierten Gebäudes, sondern vor allem wegen des besonderen Festgottesdienstes.
Musikalisch wurde der Gottesdienst eingeleitet durch das kleine Gemeindeorchester, das bereits vor der Feierstunde die Besucher einstimmte. Außerdem sang noch einmal der „große“ Chor beider Gemeinden. So ein wenig wehmütig gingen dann auch nach dem Gottesdienst alle Glaubens- geschwister auseinander. Es war doch eine sehr schöne Zeit in Recklinghausen-Süd; die Hochlarmarker haben sich dort sehr wohl gefühlt und vielen fällt die Trennung nicht so ganz leicht. Aber die nächsten gemeinsamen Termine sind auch schon wieder geplant: Wenn am 10. August 2005 Apostel Wilhelm Hoyer nach Hochlarmark kommt, ist auch die Nachbargemeinde wieder eingeladen. Außerdem haben die beiden Chöre einen gemeinsamen Grillabend vereinbart.
Und wie sieht die Kirche in Hochlarmark nun aus?
Der Eingangsbereich hat einen hellen lichtdurchfluteten Glasvorbau bekommen. Eine große breite Treppe mit terrakottafarbenen Fliesen führt nach oben ins Kirchenschiff. Auch dort sorgen ein frischer Anstrich und neuer Bodenbelag für eine schöne wohnliche und warme Atmosphäre. Auch der Altarbereich wurde optisch etwas verändert. Für die Bequemlichkeit wurden die Sitzflächen der Bänke mit Teppich überzogen. Wenn man zur Empore hochblickt, fällt auf, dass die dunklen Holzverkleidungen entfernt wurden und dadurch das ganze Kirchenschiff viel heller wirkt. Neugierig geworden? Am Samstag, dem 13. August 2005 lädt die Gemeinde zu einem Tag der offenen Tür ein, zu dem jeder herzlich willkommen ist.

Sonja Glinka / Frank Glinka