Berichte
Apostel Schwerdtfeger überrascht die Gemeinde mit besonderen EreignissenMittwoch, 04.07.2007
In unserer Gemeinde war es schon seit einigen Wochen kein großes Geheimnis mehr, dass Apostel Christian Schwerdtfeger im Juli dieses Jahres nach Hochlarmark kommen würde, um die beiden Diakone Karl-Heinz Möller und Paul Osthoff in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden. Allerdings ahnte niemand, dass der Apostel bei seinem Besuch am 04. Juli 2007 noch eine weitere schöne Überraschung in seinem Gepäck haben würde...
Als Textwort für den Gottesdienst diente der 24. Vers aus dem 5. Kapitel des 1. Buches Mose: „Und weil er mit Gott wandelte, nahm ihn Gott hinweg, und er ward nicht mehr gesehen.“ Apostel Schwerdtfeger übertrug dieses biblische Ereignis in die heutige Zeit und gab einige Erläuterungen dazu. Dann bat er den jüngsten Vorsteher des Bezirkes (Falko Schröder, der erst seit gut drei Wochen Vorsteher der Gemeinde Herten-Scherlebeck ist) mit der Predigt fortzufahren. Auch Hirte Hans-Jürgen Mochalski wurde gebeten, noch einige Worte an die Gottesdienstbesucher zu richten.
Nach der Sündenvergebung wurde drei kleinen Kindern und einer Erwachsenen die der Heilige Versiegelung gespendet. Die Heilige Versiegelung ist eines der drei Sakramente in der Neuapostolischen Kirche, wobei durch Handauflegung und Gebet eines Apostels der Heilige Geist gespendet wird. Die weiteren Sakramente sind die Heilige Wassertaufe und das Heilige Abendmahl, das in jedem Gottesdienst gefeiert wird. Aus Hochlarmark wurden Kathrin Deffner, ihr Töchterchen Emily und der kleine Paul Golm versiegelt.
Nachdem die Gemeinde das Heilige Abendmahl gefeiert hatte, las der Apostel zunächst die Lebensläufe der beiden Diakone Karl-Heinz Möller und Paul Osthoff vor. Er würdigte ganz besonders die vielen Arbeiten, die sie in liebevoller Art für die Gemeinde Hochlarmark getan hatten. Dann bat er die beiden nach vorne zu kommen. Schmunzelnd bemerkte er, dass die Amtsträger, die er in den Ruhestand setzen solle, immer jünger wirken würden. Apostel Schwerdtfeger bedankte sich herzlich für all die getane Arbeit und schloss in seinen Dank auch ganz besonders die Ehefrauen und die Familien der beiden ein. Augenzwinkernd meinte er: „ 50 % des Lohnes, den ihr beim lieben Gott verdient habt, wird euren Ehefrauen ausgezahlt, aber das ist ja immerhin mehr, als vor einigen Jahrzehnten, als die ganze Lohntüte bei der „besseren Hälfte“ abgegeben wurde.“ Dann entband Christian Schwerdtfeger die Diakone von Ihrem Amtsauftrag und wünschte ihnen für den Ruhestand viel Segen und Freude. Vorsteher Uwe Dimek bedankte sich bei den beiden ebenfalls im Namen der ganzen Gemeinde und überreichte ihnen jeweils einen großen Blumenstrauß.
Nun erwartete die Gemeinde, dass der Apostel das Schlussgebet sprechen würde, aber er hatte ja noch eine Überraschung parat: Unser Vorsteher Uwe Dimek sollte das Hirtenamt empfangen. In seinen einleitenden Worten verglich Apostel Schwerdtfeger das Hirtenamt mit dem Beruf des Hirten: Ein Hirte setzt sich für seine Schafe ein. Einen Hirten zeichnet es aus, dass er Verständnis, Liebe und Herzlichkeit zu seinen Schafen zeigt. Er nimmt ein Schaf auf den Arm. Er verbindet. Er geht den Verlorenen nach. Sehr bewegt hat unsere Gemeinde unseren Vorsteher umgeben, als er vom Apostel seinen neuen Amtsauftrag erhalten hat. Und alle haben sich sehr darüber gefreut!
Dann war der Gottesdienst wirklich (fast) zu Ende. Nach dem Schlussgebet verabschiedete sich der Apostel von allen Gottesdienstbesuchern. Außerdem war noch Gelegenheit, unserem neuen Hirten und den beiden Ruheständlerin Glück- und Segenswünsche auszusprechen.
So ging ein wirklich sehr ereignis- und segensreicher Abend für unsere Gemeinde zu Ende.
Sonja Glinka / Frank Glinka