Berichte

Bezirksältester Robak spendete Segen zur Goldhochzeit - und verriet der Gemeinde „Geheimnisse“ Sonntag, 09.09.2007

Den wahrscheinlich letzten Gottesdienst in unserer Gemeinde hielt Bezirksältester Lothar Robak aus Anlass eines besonderen Ereignisses: Inge und Karl-Heinz Demski feierten ihre Goldene Hochzeit und empfingen dazu am Sonntag, dem 9. September 2007 den Segen.


Der Bezirksälteste wird Anfang Oktober in den Ruhestand treten; daher war auch so ein wenig Wehmut zu verspüren bei seinem Besuch in unserer Gemeinde. Viele schöne und eindrucksvolle Stunden hatte die Gemeinde mit ihm in den vergangenen Jahren erlebt.

Als Textwort für den Gottesdienst diente ein Teil des 11. Verses aus dem 13. Kapitel des Matthäus-Evangeliums: „...Euch ist's gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen...“

Bevor Lothar Robak diese „Geheimnisse lüftete“, schuf er zunächst mit einleitenden Worten in seiner liebevollen und warmherzigen Art eine „Wohlfühlatmosphäre“. An unseren himmlischen Vater richtete er den Dank für die Gemeinschaft und bat: „Lass uns dir ganz nahe sein“. Dann ging er auf das Textwort ein und erläuterte einige göttliche Geheimnisse: das Geheimnis des Glaubens, der Liebe, der Gemeinschaft der Gotteskinder, der Nachfolge Jesu und der Erkenntnis wie Jesus heute wirkt. Abschließend räumte der Älteste dann ein, dass wir noch nicht alles verstehen und einige Geheimnisse bleiben werden. Aber er wünschte allen Gottesdienstteilnehmern, dass fühlbar würde, dass unser himmlischer Vater uns lieb hat.

Bevor unser Hirte Uwe Dimek mit der Predigt fortfuhr, verriet der Gemeindechor noch ein weiteres Geheimnis mit dem 2. Vers aus dem Lied 250 (GB): „Sein Geheimnis heißet Gnade...“ Auch Hirte Dimek kannte noch ein paar „offene Geheimnisse“: das Geheimnis des Gebetes, der Demut und der Gottesfurcht.

Nachdem auch die Kinder aus Sonntag- und Vorsonntagschule ins Kirchenschiff gekommen und die Gemeinde komplett war, konnte gemeinsam das Heilige Abendmahl gefeiert werden. Danach durfte das Goldhochzeitspaar nach vorne kommen. Der Bezirksälteste hob in seiner Ansprache an die beiden hervor, dass die Liebe unter Eheleuten ein Geschenk Gottes wäre und dieser Tag ein Segenstag auch für nachfolgende Generationen. Außerdem betonte er die Wichtigkeit des Altars, auf dem Dank und Bitten abgelegt werden können. Dann spendete er dem Jubelpaar den Segen zu ihrem Ehejubiläum.

Auch unter den Gratulanten und Gästen von Inge und Karl-Heinz Demski gab es sicher im Vorfeld des Tages viel Geheimniskrämerei, die im Laufe des Tages dann gelüftet wurde. Eine Überraschung gab es für das Goldpaar schon beim Verlassen der Kirche, denn ein Leierkastenmann begrüßte sie mit seinem Instrument.

Aus dem Leben des Jubelpaares:
Kennengelernt hatten sich die beiden vor vielen Jahrzehnten nach einer Bezirkschorprobe in Torgau (Sachsen). Nach einigen Treffen kam die Liebe und führte schließlich vor fünfzig Jahren zum Jawort.

Inge Demski hatte die Neuapostolische Kirche als Kind kennengelernt. Ihr Bruder arbeitete damals in einer Steingutfabrik und wurde durch einen Arbeitskollegen zu den Gottesdiensten eingeladen. Nach einiger Zeit interessierte sich auch die Familie für den Glauben und wurde 1949 neuapostolisch. Karl-Heinz Demski wurde bereits als Kleinkind versiegelt und wuchs in einem neuapostolischen Elternhaus auf.

Im Jahr 1959 war das junge Ehepaar Demski von Sachsen nach Westdeutschland geflüchtet. Hier fand die Familie dann ihre neue Heimat. Inge sang 43 Jahre im Chor und schwingt auch heute noch den Putzeimer, wenn es darum geht, die Kirche zu reinigen. Sehr wohl fühlen sich beide auch im Seniorenkreis.

 

Zu ihrem Ehrentag gratulierte die ganze Gemeinde, viele Verwandte und Freunde und ganz besonders die drei Kinder von Inge und Karl-Heinz, sowie inzwischen elf Enkelkinder.

 

Sonja Glinka / Frank Glinka