Berichte

Aus der Vorsonntagschule: Warum wurde Jona von einem großen Fisch verschluckt?Sonntag, 19.11.2006

Dieser Frage gingen am 19. November 2006 die Kinder in der Vorsonntagschule nach; denn diese spannende Geschichte war das Thema dieses Sonntags.


Zusammen mit den „Großen“ aus der Sonntagschule begannen sie den Vormittag mit dem gemeinsam gesungen Lied „Wenn der Heiland...“ (GB 407) und Gebet durch Priester Senft. Danach trennten sich die Wege: die Sonntagschüler gingen in den Nebenraum und die „Kleinen“ hörten nun von ihrer Lehrerin Hildegard die Geschichte von dem großen Fisch. Ganz aufmerksam hörten Lukas und Jan zu, wie ihnen das Erleben des Propheten Jona sehr anschaulich erzählt wurde. Ihre Sonntagschullehrerin zeigte ihnen zwischendurch immer wieder Bilder aus einer Kinderbibel, die die beiden ausführlich studierten. Durch Zwischenfragen und Einwendungen zeigten sie deutlich, dass sie das Gehörte sehr genau verstehen konnten. Sie wussten auch schon, dass man sich vor dem lieben Gott gar nicht verstecken oder weglaufen kann, so wie es Jona in der Geschichte getan hat, denn der himmlische Vater kann alles sehen. Und als der Prophet dann einfach ins Wasser geworfen wurde, kam gleich das Entsetzen, denn es könnten ja Haie im Wasser gewesen sein, die den Jona fressen konnten. Jan und Lukas waren dann aber beruhigt, als sie hörten, dass er zwar verschluckt wurde, aber vom lieben Gott bewahrt wieder an Land gespuckt wurde. Und dass er am Schluss dann doch das getan hatte, was er tun sollte, hat sie auch beeindruckt.

Nachdem die Geschichte zu Ende erzählt war, schlug Hildegard vor, ein neues Lied zu üben. Dieses soll dann bei der Weihnachtsfeier am 17. Dezember der ganzen Gemeinde vorgesungen werden. Das stieß auf Begeisterung, denn Singen macht den beiden viel Spaß. „Fröhliche Weihnacht überall“ klang es dann durch den Raum.

„Dürfen wir jetzt malen?“ war die Frage, als die letzten Töne verklungen waren. Ja, sie durften. Hildegard hatte verschiedene Bilder aus der erzählten Begebenheit zum Ausmalen mitgebracht und mit Feuereifer stürzten sich die beiden Malkünstler auf die Buntstifte. Während des Malens wurden noch feine, hochwichtige (!!) Details kommentiert und erörtert: z. B. dass der Matrose gelbe Stiefel bekommt, weil er gerade durch den Sand gelaufen ist oder wie ein Kapitän sein Schiff steuert.

Leider war die Zeit dann schon fast um. Zur Feier des Heiligen Abendmahles gingen die Kinder heute nicht, wie sonst normalerweise, ins Kirchenschiff zu den Erwachsenen, sondern nebenan zu den Sonntagschülern. Dort wurde im kleinen Kreis mit allen Kindern die heilige Handlung gefeiert.

Nach dem Schlussgebet wurde noch einmal gesungen. Und dann gab es noch etwas zum Naschen. Kleine Schokoladenautos wurden verteilt und wanderten ruckzuck in den Mund.

Schließlich war auch der Gottesdienst im Kirchenschiff zu Ende und die Erwachsenen strömten zum Kaffee trinken ins Untergeschoss. Jans kleiner Bruder Tim saß plötzlich vor dem Harmonium und klimperte munter darauf herum. Er freute sich mächtig über die vielen Töne, die daraus hervorkamen. Unterstützt wurde er dabei von Leonie, die von unten die Pedale betätigte, da er mit seinen kleinen Beinchen natürlich noch nicht heranreichte.

Sonja Glinka / Frank Glinka