Berichte
Apostelgottesdienst mit Heiliger VersiegelungDonnerstag, 12.10.2006
Zum ersten Mal besuchte Apostel Christian Schwerdtfeger am Donnerstag, dem 12. Oktober 2006 unsere Gemeinde.
Seit der Neustrukturierung der Bezirke im letzten Jahr ist er unter anderem für den Bezirk Recklinghausen zuständig. Außerdem zählen auch noch einige andere Gemeinden z. B. in Gelsenkirchen, Duisburg oder am Niederrhein zu seinem Arbeitsgebiet. So freuten sich die Hochlarmarker, dass er nun auch hier einmal einen Gottesdienst hielt. Für diesen besonderen Besuch wurde die Kirche festlich geschmückt und auch der Gemeindechor hat hochmotiviert vorher fleißig geprobt.
Das Textwort für diesen Abend las Apostel Schwerdtfeger aus dem 13. Kapitel des Lukasevangeliums, Verse 23-24 vor: „Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinst du, dass nur wenige selig werden? Er aber sprach zu ihnen: Ringt darum, dass ihr durch die enge Pforte hineingeht; denn viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden's nicht können.“
Zu Beginn des Gottesdienstes ging Christian Schwerdtfeger auf das vom Chor vorgetragene Lied „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen von welchen mir Hilfe kommt“ (CM29) ein. Er erwähnte das biblische Geschehen, als Jesus über das Wasser ging und Petrus, zunächst voller Vertrauen, ebenfalls aus dem Boot stieg, um zu ihm zu gehen. Dann ließ sein Gottvertrauen aber nach und er versank. Auch uns geht es manchmal so, dass wir bei manchen Problemen mit unserer eigenen Vorstellungskraft keine Lösung sehen und darin versinken. Dann wollen wir auf Gottes Hilfe vertrauen.
Anschließend erklärte der Apostel das Textwort und nannte drei Punkte, um die wir ringen sollten: den Glauben, die Nachfolge und das Dienen. Er machte deutlich, dass das manchmal nicht so leicht wäre und stellte zum Schluss die Frage: Lohnt sich denn der ganze Kampf? „Ja, es lohnt sich, denn mit dem Erreichen unseres Glaubenzieles würden wir sehen, was noch kein Auge gesehen hat“, so Apostel Schwerdtfeger.
Bischof Hans-Joachim Schwerdtfeger fuhr nach einem weiteren vom Chor vorgetragen Lied mit der Predigt fort. Er versprach den Gottesdienstbesuchern, dass der liebe Gott beim Ringen helfen würde und er es dem Ehrlichen und Aufrichtigen gelingen lassen würde. Aber es kommt auf unsere richtige Herzenseinstellung an.
Auch Bezirksevangelist Eduard Nieland sprach noch ein paar Worte zur Gemeinde. Er betonte sehr anschaulich, dass man nicht mit anderen ringen müsste, sondern mit dem schwersten Gegner, nämlich sich selbst.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles wurde auch noch das Sakrament der Heiligen Versiegelung gespendet. Drei Kleinkinder und eine Erwachsene empfingen durch Handauflegung und Gebet des Apostels den Heiligen Geist.
Den Schlusspunkt setzte wieder der Gemeindechor mit einem freudigen Danklied, bevor Apostel Schwerdtfeger sich von der Gemeinde verabschiedete. Er versprach, dass er in ca. einem Jahr wieder nach Hochlarmark kommen würde, weil er dann wieder „einmal rum“ wäre und unsere Gemeinde wieder „an der Reihe“.
Sonja Glinka / Frank Glinka