Berichte

Renovierung der KircheFreitag, 29.04.2005

Seit Anfang Dezember 2004 wird das Kirchengebäude in Hochlarmark nun schon umfangreich renoviert. Die Gemeinde ist während dieser Zeit zu Gast in der Nachbargemeinde Recklinghausen-Süd und nimmt dort an den Gottesdiensten, sowie allen sonstigen Veranstaltungen (Seniorentreffen, Jugendstunden, Weihnachtsfeiern, Chor- proben usw.) teil. Was passiert denn nun in dem Gebäude? Welche Veränderungen wird es geben? Was hat sich schon getan? Mit dem folgenden Bericht wollen wir ein wenig „hinter die Kulissen schauen“.


Der größte Teil der Arbeiten erfolgt natürlich durch Fachfirmen und ausgebildete Handwerker. So wird zum Beispiel die größte und auffälligste Ver- änderung am gesamten Eingangsbereich vorgenommen. Die Glasfront wird abgerissen und komplett erneuert. Der Treppenaufgang zum Kirchenschiff wird flacher gestaltet und somit eine bisherige Unfallgefahr entschärft. Im Innern wird die Holzdecke in der Altarnische entfernt und ein neues Emblem angebracht. Ansonsten werden Wände und Fenster gestrichen sowie der Bodenbelag erneuert.

Einige Arbeiten jedoch konnten auch von den Gemeindemitgliedern selbst erledigt werden. So mußten zum Beispiel vor Beginn der Renovierung die Räume ausgeräumt und die alten Teppiche entfernt werden. Einige Kirchenbänke sollten entsorgt werden, da sie in Zukunft durch Stühle ersetzt werden. So hieß es dann für die kräftigen Helfer an einigen Abenden: „Die Ärmel aufgekrempelt und ran an die Arbeit!“

Die alten Kirchenbänke waren aus so stabilem Material, dass die zunächst eingesetzte Kettensäge nach einiger Zeit wegen zu starker Beanspruchung ihren Dienst versagte. „Was nun?“, war jetzt die große Frage. Es mußte neues Werkzeug her. So fuhr ein Helfer schnell nach Hause und kam mit einem Koffer- raum voller diverser „Zerstörungswerkzeuge“ in Form von Stich- und Kreissäge und anderen Dingen wieder zurück. So konnte die Arbeit erfolgreich fortgesetzt werden. Die Bänke, die noch verwendet werden, wurden vorübergehend in einem Container auf dem Parkplatz untergebracht. Sie werden später aufgearbeitet und mit Teppich überzogen.

Das Entfernen der alten Teppichböden war auch nicht so einfach, denn diese waren auf dem Boden vollständig verklebt. Mit viel roher Gewalt und einem guten Plan, so nach dem Motto „vier Mann, vier Ecken .... und dann hauruck“ wurde der Teppich aus seinem jahrzehntelangen „Schlaf geweckt“ und gewaltsam entfernt. Das ging eigentlich auch recht gut, hatte aber den Nachteil, dass die nach der ersten Schicht noch verbleibende bröselige Masse sich überall (!!) im Raum gleichmäßig verteilte und so fürchterlich staubte, dass so manche Ehefrau ihren Mann zuerst unter die Dusche schickte, als dieser nach Hause kam. Trotzdem (oder gerade deswegen ?) hatte jeder viel Spaß, denn irgendwie sahen alle ziemlich „gepudert“ aus.

Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Juni 2005 beendet sein. Dann wird das Kirchengebäude in einem feierlichen Gottesdienst wieder eingeweiht. Ein ausführlicher Bericht hierüber mit weiteren Bildern wird dann folgen.

Sonja Glinka / Frank Glinka