Berichte

Goldene Hochzeit von Annemarie und Walter KujathDonnerstag, 25.05.2006

Zum zweiten Mal in diesem Jahr gab es in unserer Gemeinde eine goldene Hochzeit zu feiern. Diesmal waren es Annemarie und Walter Kujath (Priester i. R.) die am Himmelfahrtstag (25. Mai 2006) den Segen zu ihrem 50-jährigen Ehejubiläum empfingen.


Die ganze Gemeinde freute sich mit ihnen und umgab die beiden mit einer schönen und liebevollen Atmosphäre. Die „Ehrenplätze“ neben dem Jubelpaar durften die „größeren“ der acht Enkelkinder einnehmen.

Den Gottesdienst hielt unser Bezirksältester Lothar Robak. Als Textwort verwendete er Apostelgeschichte 1, Vers 8: „... aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Welt.“

Der Bezirksälteste schilderte zunächst sehr anschaulich die Geschehnisse um Christi Himmelfahrt in biblischer Zeit. Er stellte die Enttäuschung der Jünger Jesu heraus, die sich damals sicherlich fragten: “Warum hast du uns nicht mitgenommen?“ Dann erkannten sie aber, dass sie noch eine Aufgabe hatten. Sie sollten nämlich von dem Erlebten erzählen. Das taten sie dann auch und versuchten, andere von ihrem Glauben zu begeistern. Auch wir sollen glaubhafte Zeugen unseres Glaubens sein und nicht nur davon erzählen, sondern diesen auch durch Taten beweisen. Lothar Robak nannte dann als Beispiele Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft oder auch die Treue. Dabei ging er dann schon auf die spätere Segenshandlung ein und betonte, das heutige 50-jährige Ehejubiläum wäre ein „Fest der Treue“.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles trug der Chor das Lied vor „Der Herr ist mein Hirt“ (CM 180). An dessen Ende heißt es „... und ich möge bleiben im Hause des Herrn immerdar.“ Damit empfing der Älteste das Goldhochzeitspaar am Altar, indem er betonte, dass dieser Wunsch immer im Herzen der beiden stehen würde. Denn sie hätten bisher beglückende Erfahrungen mit unserem himmlischen Vater gemacht. Diese dankbare Grundstimmung würde auch der 12. Vers aus dem 97. Psalm wiederspiegeln: „Ihr Gerechten, freut euch des Herrn und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen!“ Die vergangenen 50 Jahre wären eine Zeit der Bewährung und der Bewahrung gewesen, so der Älteste. Vieles ist gemeinsam erlebt worden. Annemarie und Walter Kujath haben einander, in ihrer Familie und auch in der Gemeinde gedient – das Motiv dazu ist die herzliche Liebe. Dann schmunzelte Lothar Robak: „Eheschule“, wie bei einer Hochzeit, wäre nach so vielen Jahren nicht mehr nötig, aber einen Rat hätte er doch noch für die beiden: Bleibt einander dankbar! Danach spendete er dem Jubelpaar den Segen.


Nun folgte noch eine Überraschung, denn aus der Familie hatte sich ein kleiner Männerchor gebildet, der nun ein besonderes Lied für das Goldhochzeitspaar vortrug. Der Bezirksälteste bemerkte augenzwinkernd, dass man gleich merken würde, dass in dieser Familie die Freude an der Musik eine große Rolle spielen würde.


Nach dem Gottesdienst überreichte der Gemeindevorsteher Uwe Dimek einen großen Blumenstrauß. Und dann gab es noch viele Gratulationswünsche der Gemeinde und Verwandten.

 

 

 

 

 

 

Aus dem Leben des Goldhochzeitspaares:

Beide erlebten aufgrund des Zweiten Weltkrieges eine schwierige Kindheit. Walter Kujath wurde mehrmals im Rahmen der Kinderlandverschickung nach Bayern evakuiert. Annemarie Lucaß wuchs in Heidelberg auf. Einige Jahre nach dem Krieg zog sie mit ihrer Familie nach Herten und lernte dann dort ihren späteren Ehemann in der Gemeinde Herten-Disteln kennen. Nach ihrer Hochzeit wurde eine berufliche Existenz aufgebaut, aber auch im Werk Gottes wurde „kräftig mitangepackt“. Walter Kujath war viele Jahre als Amtsträger tätig. Als Dirigent und Priester hat er ein Stück Gemeindegeschichte in Hochlarmark mitgeschrieben. Auch seine Frau Annemarie war in vielen Bereichen der Gemeinde zu finden. Sie sang im Chor, pflegte die Kirche, schmückte den Altar und hielt Vorsonntagschule. Nun blicken sie als „Ruheständler“ zufrieden auf ihre Kinder und Enkelkinder und freuen sich über ihre Familie.

Sonja Glinka / Frank Glinka