Berichte

Ostern ist mehr als Ostereier naschenSonntag, 16.04.2006

Mit diesem Motto wurde in diesem Jahr zu den Ostergottesdiensten am Sonntag, dem 16. April 2006, in die Neuapostolischen Kirchen eingeladen. Unsere Gemeinde nutzte das Osterfest dazu, auch gleichzeitig ein kleines Gemeindefest zu feiern.


Höhepunkt war natürlich der festliche Ostergottesdienst, den unser Vorsteher Uwe Dimek gehalten hat. Er stand unter dem Textwort aus Römer 6, Vers 4: „So sind wir ja mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln.“

Priester Uwe Dimek ging zunächst noch einmal kurz auf die biblischen Geschehnisse an Karfreitag ein und beschrieb den Zuhörern, dass nach Jesu Tod viel Wert darauf gelegt wurde, dass das Grab auch fest verschlossen wurde. Aber keine Macht dieser Welt konnte Jesu Auferstehung verhindern. Bei Gott ist alles möglich, denn er hat alles in seiner Hand, betonte der Vorsteher nachdrücklich.

Dann ging er auf das Textwort ein und erklärte anhand von drei Beispielen, wie wir durch Jesu Vorbild „in einem neuen Leben wandeln“ können:

1) Jesus konnte nach seiner Auferstehung durch verschlossene Türen gehen, das heißt irdische (Natur)gesetze waren nicht mehr wichtig. Auch wir sollten nicht nur irdisch ausgerichtet sein. Priester Dimek warnte davor, immer nur zu konsumieren. „Lasst uns souverän mit irdischen Dingen umgehen“, so sein Rat.

2) Jesus begrüßte alle Anwesenden mit „Friede sei mit euch“. Frieden auszustrahlen und keine Vergeltung zu üben, wäre auch für uns ein schönes Vorbild.

3) Jesus ging den Emmaus-Jüngern nach und zeigte viel Verständnis für ihre verzweifelte Lage. Auch wir sollten Verständnis für unseren Nächsten aufbringen und ihm mit Herzlichkeit und Liebe begegnen.

Der Vorsteher führte diese Punkte noch etwas genauer aus und bat dann, Priester Kujath mit der Predigt fortzufahren. Dieser erläuterte die wichtigen Zusammenhänge von Karfreitag, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten. Manchmal erleben auch wir einen „persönlichen Karfreitag“, wenn etwas geschieht, was uns nicht so gefällt. Aber durch die Kraft des Gebetes können wir „Auferstehung“ erleben, wenn sich die Dinge wieder geändert haben. Wichtig wäre nur, dass wir den Glauben behalten, betonte Priester Kujath.

Auch Priester Röstel wurde noch an den Altar gebeten, um das Textwort weiter zu erläutern. Danach wurde als Höhepunkt das Heilige Abendmahl gefeiert.

Nach dem Gottesdienst lud der Vorsteher dann alle Gottesdienstteilnehmer zum gemeinsamen Brunch ein. In den unteren Räumen war schon alles vorbereitet und ein österliches Büfett wartete auf alle Hungrigen.

Inzwischen war wohl auch der Osterhase da und hatte für die kleinen Kinder Eier versteckt. Die etwas Größeren mussten zuvor noch einige Rätsel lösen, bevor sie zu ihrer Osterüberraschung gelangten. Es waren Fragen rund um das biblische Ostergeschehen zu beantworten; die Lösungen wiesen den Weg zur nächsten Frage, bis nach einer kleinen „Schnitzeljagd“ endlich die Belohnung in Sicht war.


Nach dem Genuss der vielen leckeren Dinge, die das Büfett anbot, wurde noch einmal ins Kirchenschiff eingeladen. Dort wurde dann durch unseren Webmaster die Gemeindehomepage vorgestellt. Dies war vor allem für diejenigen (Älteren) interessant, die keinen Internetzugang haben und so einmal sehen konnten, was „Internet“ überhaupt ist und wie sich unsere Gemeinde dort präsentiert.

Der Nachmittag klang dann langsam aus mit einem letzten Tässchen Kaffee, und dann wurde noch aufgeräumt. Obwohl das Wetter sich von seiner scheußlichsten Seite zeigte, konnte das die freudige Stimmung des schönen Ostertages nicht beeinträchtigen.

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Sonja Glinka / Frank Glinka