Berichte
Marcel und Richard empfingen den Konfirmationssegen Sonntag, 09.04.2006
Für Marcel Osthoff und Richard Hartmann war der Palmsonntag 2006 (9. April) einer der wichtigsten Tage in ihrem bisherigen Glaubensleben. Es war der Tag ihrer Konfirmation und sie durften nun selbst die Verantwortung für ihren Glauben übernehmen.
In einem feierlichen Gottesdienst, den unser Vorsteher (Priester Uwe Dimek) gehalten hat, empfingen sie den Konfirmationssegen. Die ganze Gemeinde freute sich mit den beiden, der Gemeindechor sorgte natürlich für den musikalischen Rahmen und fleißige Hände hatten am Tag zuvor den Altar wunderschön geschmückt, so dass dieses Ereignis in einer schönen Atmosphäre gefeiert wurde.
Das Textwort für diesen Gottesdienst stammte aus dem Römerbrief Kapital 12, Vers 21: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ Dazu sei zunächst wichtig zu erkennen, was das „Böse“ ist, so der Vorsteher zu Beginn seiner Predigt. Dies könne man aber leicht entscheiden, wenn man sich bei Entscheidungen, die zu treffen sind, fragt: Was führt mich wohin? Auf welchen Weg führt es mich? Welches Ziel würde ich erreichen? Danach erläuterte er den Begriff „das Böse“ etwas genauer und nannte vier Punkte: Alles, was Gott in Frage stellt und ablehnt, Egoismus, Streit und nur auf irdische Dinge gerichtetes Denken. Was können wir diesem „Bösen“ entgegenhalten? Ein gläubiges Herz, das nach dem Willen Gottes fragt, kann Zweifel und Unglauben überwinden. Nächstenliebe statt Egoismus, Versöhnungsbereitschaft an Stelle von Streit können auch im Alltagsleben in vielen Situationen helfen. Und die Hoffnung auf unser Glaubensziel sollte im Mittelpunkt unseres (Glaubens)lebens stehen, anstatt immer nur an irdische Dinge zu denken. Dann können wir Gottes Frieden erleben, und dieser löst Wohlbehagen in der Seele aus.
Priester Christian Kujath, der zukünftige Jugendleiter der beiden Konfirmanden, fuhr mit der Predigt fort, nach einem gemeinsam von der Gemeinde gesungenen Lied. Er warnte davor, dass das „Böse“ sich oft sehr gut verkaufen würde und man deshalb manchmal sehr aufpassen müsse, um es zu erkennen. Dann ging er auf die zehn Gebote ein und gab zu Bedenken, dass sie nicht immer leicht zu halten wären. Aber Jesus hatte sie schließlich zu zwei einfachen Regeln zusammengefasst: Gott über alles zu lieben und seinen Nächsten wie sich selbst. Wenn man dies bei allen Entscheidungen beachtet, wären „Gut“ und „Böse“ leicht zu unterscheiden.
Nun kam schließlich der aufregende Augenblick für Marcel und Richard. Nachdem Priester Dimek einen Brief des Stammapostels vorgelesen hatte, durften sie nach vorne kommen. Der Vorsteher machte ihnen deutlich, dass sie nun selbst die Verantwortung für ihr Seelen- und Glaubensleben übernehmen würden, aber sie brauchten keine Angst vor der Verantwortung haben, denn die ganze Gemeinde würde hinter ihnen stehen und sie mit ihren Gebeten begleiten. Er gab den beiden noch einige wichtige Ratschläge für die Zukunft: Bewahrt euch ein kindlich gläubiges Herz, bringt euch in die Jugend und die Gemeinde ein und haltet eine schöne Verbindung zu eurem Jugendleiter!
Marcel und Richard versprachen dann im Konfirmationsgelübde dem himmlischen Vater die Treue und empfingen anschließend den Segen.
So ging der sicherlich aufregendste Gottesdienst für die beiden „frischgebackenen“ Jugendlichen mit vielen Gratulationswünschen der Gemeinde zu Ende.
Sonja Glinka / Frank Glinka