Berichte
Fahrradtour durch drei Städte und anschließendes Gemeindefest Samstag, 22.09.2007
„Drei-Städte-Tour mit anschließendem Gemeindefest“ lautete die Ankündigung für Samstag den 22. September 2007. Helga und Klaus Röstel hatten die Fahrradtour im Vorfeld geplant und die Strecke abgefahren, um zu prüfen, ob sie „gemeindetauglich“ wäre. Viel verraten wollten sie über den Verlauf zunächst nicht. So ging das Rätselraten los, welches wohl die dritte Stadt sein könnte, die durchfahren werden würde. Denn zwei schienen ziemlich klar: Recklinghausen und Herne, die Stadtgrenze ist ja nur eine paar Meter entfernt. Die meisten vermuteten Herten oder vielleicht Gelsenkirchen. Aber falsch - es ging nach Castrop-Rauxel...
Bei traumhaftem Sonnenschein trafen sich die Radfahrer gegen halb elf an unserer Kirche. Ausgerüstet mit allem, was für eine Radtour benötigt werden könnte (z. B. etwas zu essen und zu trinken für den kleinen Hunger zwischendurch, Notfallausrüstung für kleinere Reparaturen am Fahrrad, Pflaster und Verbandszeug und natürlich viel guter Laune) machten wir uns also auf den Weg. Nachdem noch ein „Vorher-Foto“ von den unternehmungslustigen Radlern gemacht wurde, ging es los, zunächst in Richtung Rhein-Herne-Kanal in Crange. Als der Weg entlang der Wasserstraße erreicht war, konnten die Kinder richtig Gas geben. Lukas, Liam und Jan waren mit ihren kleinen Kinderfahrrädern fast schneller als die Erwachsenen. Am wenigsten anstrengen mussten sich allerdings die Allerkleinsten: Paul wurde in einem kleinen Anhänger gezogen und Tim saß im Kindersitz auf dem Rad seines Papas.
Die erste Pause wurde an der Schleuse Herne eingelegt. Hier wurden gerade zwei Schiffe nach oben geschleust. Leider war dieser Vorgang schon fast abgeschlossen. Trotzdem war es für die Kids spannend, dies zu beobachten und es mussten viele Fragen beantwortet werden. Dass ein Schiff nicht einfach einen Berg rauf oder runter fahren kann, leuchtete dem technikinteressierten Nachwuchs schon ein.
Nun trennten sich die Wege: Es gab die Möglichkeit, den Weg hier abzukürzen und an einem kleinen Rastplatz auf den Rest der Truppe gemütlich zu warten oder aber die „große Runde“ zu machen und noch ein paar Kilometer weiter zu fahren. Für diese ging es nun noch ein Stück weiter am Kanal entlang, bevor die Wasserstraße im Castrop-Rauxeler Stadtteil Pöppinghausen schließlich verlassen wurde. Nach einem kleinen Schlenker durch diesen Ortsteil machten wir uns an der Emscher entlang auf den Rückweg. Am vereinbarten Treffpunkt trafen wir auch wieder auf die andere Gruppe. Sie hatten inzwischen an einem kleinen Tiergehege Rast gemacht und die Tiere beobachtet.
Gemeinsam ging es wieder zurück. Nun ließen die Kräfte der Kleinen aber doch schon merklich nach. Sabine und Nicole mussten ihre Söhne an den kleinen Steigungen ein wenig anschieben. Vermutlich wollten Lukas und Liam aber nur ihre Kräfte schonen, denn der Fußball auf Lukas‘ Gepäckträger ließ schon erahnen, dass er heute wohl noch etwas anderes vorhatte...
Auf dem Rückweg kam auch die Notfallausrüstung (fürs Fahrrad) noch zum Einsatz. Eine abgesprungene Kette und ein platter Reifen konnten aber schnell behoben werden.
Je näher das Ziel (unsere Kirche) rückte, desto mehr zerbröselte die Gruppe in kleinere Grüppchen, ähnlich wie bei einer Tour-de-France Bergankunft. Diejenigen, die am meisten Hunger und Durst hatten, wurden immer schneller und waren kaum noch zu bremsen. Am Ziel lockte ja auch schon Verführerisches: Der Grill war bereits aufgebaut und Salate, Kuchen und Nachtisch warteten darauf verspeist zu werden. Fleißige „Nicht-Radfahrer“ hatten hier schon alles bestens vorbereitet, so dass das Buffet gleich gestürmt werden konnte.
Inzwischen waren auch alle eingetroffen, die an der Radtour nicht teilnehmen wollten und es schloss sich nun das Grillfest für die ganze Gemeinde an. Nachdem der erste Hunger und Durst gestillt waren, war bei einigen aber wieder Bewegung angesagt. Endlich kam auch der Fußball zu seinem Einsatz !! Während die kleinen und großen Jungen und Mädels sich schon warm spielten, wurde noch eine weitere Spielfläche auf dem Rasen abgesteckt. Hier wurde dann Völkerball gespielt. Alle anderen verbrachten den Nachmittag mit gemütlichem Plaudern. Zur Freude der Kinder kam auch noch der Eiswagen. Hierfür wurde sogar das Fußballspielen unterbrochen.
Ein schöner Tag mit herrlichem Wetter ging viel zu schnell zu Ende. So fiel das Aufräumen und nach Hause gehen den meisten richtig schwer.
Sonja Glinka / Frank Glinka