Berichte
Bischof Eckhardt spendete Segen zur SilberhochzeitSonntag, 27.03.2005
Ein besonders freudiges Osterfest erlebten die beiden Gemeinden aus dem Süden Recklinghausens (Hochlarmark und Süd) am 27. März 2005: Bischof Roland Eckhardt hielt den Ostergottesdienst in der Süder Kirche und spendete dem Ehepaar Helga und Detlef Hanau den Segen zu ihrer Silberhochzeit.
Der Gottesdienst wurde nicht nur durch den Chor der beiden Gemeinden mit freudigen, schwungvollen Liedern musikalisch umrahmt, sondern auch von einer Instrumentalgruppe, bestehend aus Streichern und Flötenspielern, die sich ebenfalls mit schönen musikalischen Vorträgen in die Herzen der Besucher spielten.
Der Gottesdienst stand unter dem Textwort aus Johannes 20, Vers 21: „Friede sei mit euch!“ Der Bischof ging zunächst auf die biblischen Geschehen zwischen Palmsonntag und Ostern ein. Auch in der Neuapostolischen Kirche wird, wie in allen christlichen Kirchen, zu Ostern die Auferstehung Jesu gefeiert. Nach dem Gedenken an die Kreuzigung am Karfreitag wird einige Tage später der Sieg des Gottessohnes über den Tod gefeiert. Bischof Eckhardt hob aber auch hervor, dass wir nicht nur zurückblicken würden auf vergangene Ereignisse, sondern auch nach vorne schauen, wo wir mit der Wiederkunft Christi die Erfüllung unseres Glaubenszieles erwarten. In Bezug auf das Textwort betonte Roland Eckhardt, dass sich Frieden dann entwickeln kann, wenn wir vorher die Sündenvergebung erlebt haben und die Harmonie mit Gott wieder erneuert wird. Der göttliche Friede löst Probleme, die wir verstandesmäßig nicht lösen können, so der Bischof.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahles und dem vom Chor vorgetragenen Lied „Wo du hingehst, da will auch ich hingehen...“ (CM 369) begann die Segenshandlung für das Silberpaar. Der Bischof verriet, dass Helga und Detlef Hanau ihm vor einigen Tagen erzählt hätten, dass sie dem himmlischen Vater vor allem dankbar wären für alles, was er bisher für sie getan hätte. Wenn sie in all den Jahren auch Sorgen erlebten, so hatten sie immer die Hilfe Gottes erleben dürfen und ihre Familie hätte das noch mehr zusammengeschweißt. Das Paar erhielt dann den Segen zu ihrem Ehejubiläum.
Zum Schluss des Gottesdienstes trugen Chor und Instrumentalgruppe noch einige schöne Lieder vor, während die vielen Verwandten, Freunde und Gemeindemitglieder schon damit begannen, dem Ehepaar Hanau ihre Glückwünsche auszusprechen.
Aus dem Leben des Silberpaares:
Kennengelernt haben sich die beiden trotz eines völlig zwecklosen „Flucht- versuches“: Helga Hanau (von Beruf Lehrerin) organisierte damals einen Basar. Zusammen mit einigen anderen Frauen trafen sie sich reihum, um gemeinsam zu basteln. Helga Hanau ahnte damals noch nicht, dass eine dieser Frauen ihre zukünftige Schwiegermutter werden sollte. Bei einem dortigen Treffen ergriffen ihre drei Söhne die „Flucht“. Einem „Haufen handarbeitswütiger Damen“ wollten sie lieber nicht begegnen und gingen statt dessen lieber zum Fußballspiel. Sie hatten die Hoffnung, dass bei ihrer Rückkehr das Damenkränzchen bereits aufgelöst wäre. Das sollte jedoch ein Irrtum sein, denn für diesen Basar gab es viel zu tun, und die Frauen waren sehr fleißig. So lernten sich Detlef und Helga schließlich doch kennen. Es folgten weitere Begegnungen und im Laufe der Zeit entwickelte siFamiliech daraus Liebe. Detlef Hanau lernte durch seine Frau auch die Neuapostolische Kirche kennen. Bei seiner Aufnahme in die Gemeinde im Herbst 1979 wurde auch gleichzeitig der Verlobungssegen gespendet. Einige Monate später schlossen sie dann den Ehebund. Das Silberpaar ist seitdem in der Gemeinde Hochlarmark „festver- wurzelt“ und fühlt sich dort auch sehr wohl. Bei allen Gemeindeaktivitäten sind sie dabei. Ihre beiden Kinder Simon (23 Jahre) und Rebekka (19 Jahre) wohnen noch im Elternhaus und genießen dort die schöne Atmosphäre, auch wenn sie schon teilweise eigene Wege gehen. Für den Ehrentag der Eltern haben sie sich nach geheimnisvollen Vorbereitungen ein paar schöne Überraschungen einfallen lassen...
Sonja Glinka / Frank Glinka