Berichte
Gottesdienst für Entschlafene mit Bezirksapostel BrinkmannSonntag, 04.03.2007
Die Ankündigung, dass Bezirksapostel Armin Brinkmann den Gottesdienst für die Entschlafenen am Sonntag, dem 4. März 2007 in unserer Gemeinde halten würde, löste bereits vor einigen Monaten große Freude aus.
Viele Vorbereitungen waren für diesen Tag nötig, denn Armin Brinkmann wurde unter anderem begleitet von allen Aposteln und Bischöfen aus ganz Nordrhein-Westfalen. Auch alle Ruheständler wie z. B. Bezirksapostel i. R. Hermann Engelauf und Apostel i. R. Hermann Magney waren eingeladen. Es war also absehbar, dass es in unserer kleinen Kirche ziemlich voll werden würde. Im musikalischen Bereich wurde schon Wochen vorher fleißig geübt. Instrumentalkreis, Gemeindechor und ein Männerdoppelquartett sollten den feierlichen musikalischen Rahmen bilden. Zwei Tage vorher wurde die Kirche festlich geschmückt. Nicht nur die traditionell in weißer Farbe gehaltenen Blumen und Tücher zierten den liebevoll dekorierten Altar, sondern auch drei kleine Grubenlampen. Sie symbolisierten den Schwerpunkt, den der Bezirksapostel bereits in der Feierstunde am Vortag gesetzt hatte. In diesem Entschlafenengottesdienst wurde besonders für die Bergleute gebetet.
Als Textwort diente Jesaja 58, Vers 10: „...sondern den Hungrigen dein Herz finden lässt und den Elenden sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag.“
Aber zunächst sang der Gemeindechor „Ich brauch‘ dich allezeit“. Darauf ging Armin Brinkmann in seinen einleitenden Worten auch ein. „Wir brauchen den lieben Gott, ohne ihn geht nichts.“ Er gab den Rat, auch im Alltag in schwierigen Situationen zuerst zu Gott zu beten, dann könnte man erleben, dass er uns einen Lichtstrahl oder eine Kraftspritze schickt.
Dann wünschte der Bezirksapostel allen Gottesdienstbesuchern, „dass sich der Segen Gottes wie eine Wolke auf alle legen möge.“ Er nahm dabei Bezug auf ein Wort aus 5. Mose, 28, 8: „Der Herr wird gebieten dem Segen, dass er mit dir sei in dem, was du besitzt, und in allem, was du unternimmst, und wird dich segnen in dem Land...“ Segen kommt nicht automatisch, sondern Gott kann dem Segen gebieten, für dich tätig zu werden, so Bezirksapostel Brinkmann.
Dann machte er deutlich, wie wichtig unsere Mitarbeit und unsere Gebete vor und in einem Entschlafenengottesdienst wären. Wir wissen nicht genau, was in der Ewigkeit wirklich passiert, denn dafür reicht unser Verstand nicht aus, aber mit einem Glauben, sei er auch nur so groß wie ein Senfkorn, kann vieles möglich werden. Wichtig wäre unsere innere Haltung. Er nannte einige Beispiele aus der Heiligen Schrift, wo durch eine völlige innere Hingabe Änderung, Reue und Vergebung, Heilung und sogar Totenerweckung die positiven Folgen waren. Auch wir sollten uns Zeit nehmen, dem anderen hinwenden, dann könnte uns auch manches gelingen, zwar nicht immer erfolgreich, aber der liebe Gott sieht auch das kleinste Gebet.
Auch Apostel Otten wurde um einen kleinen Predigtbeitrag gebeten. Er ermahnte, dass wir uns dem zuwenden, was wirklich wichtig ist.
Danach kam der Bezirksapostel noch einmal auf die Bergleute zu sprechen und zählte einige Gruppen auf, auf die er in den letzten Tagen aufmerksam wurde. (z. B. bei Grubenunglücken Verstorbene, Helfer der Grubenwehr, die bei Rettungsversuchen ums Leben kamen oder Bergleute, die unter Tage einen Herzanfall erlitten.) Auch Apostel Schwerdtfeger schilderte kurz vor den sakramentalen Handlungen noch einige sehr bewegende Erlebnisse, so dass es in der Gemeinde ganz stille wurde und der Bezirksapostel die Sakramente in einer sehr von Emotionen geprägten Atmosphäre spendete.
Nach einem gemeinsam gesungen Lied der ganzen Gemeinde und dem Schlussgebet war der Gottesdienst beendet. Armin Brinkmann meinte nun schmunzelnd, er würde der Gemeinde noch gerne die ihn begleitenden Apostel vorstellen, da er schon gestern während der Feierstunde in Recklinghausen-Nord gemerkt hätte, dass einige gerätselt hätten, wer die Apostel in seiner Begleitung wären. Da es in der Vergangenheit ja viele Veränderungen gegeben hätte, wären die Amtsträger aus den anderen Bezirken noch nicht so bekannt. So stellte er kurz alle vor, auch die Ruheständler vergaß er nicht; nur bei Apostel i. R. Magney und Bezirksapostel i. R. Engelauf erübrigte sich dies, denn sie sind den Glaubensgeschwistern ja gut bekannt.
Während der Chor und auch das Männerdoppelquartett noch einige Lieder sangen, hatten alle Gottesdienstbesucher noch die Möglichkeit, sich persönlich von allen Aposteln zu verabschieden. Diese Gelegenheit wurde auch genutzt, denn so schnell wird der Bezirksapostel unsere Gemeinde sicher nicht besuchen. In seinem großen Arbeitsgebiet sind jetzt erst andere Gemeinden dran und es wird sicher einige Jahre dauern, bis sein Terminplan ihn wieder nach Hochlarmark führen wird?
Einige Kinder ließen sich ihr Gesangbuch mit einem Autogramm als Erinnerung an diesen schönen Tag signieren. Auf jeden Fall hat Bezirksapostel Brinkmann in unserer Gemeinde mit seiner herzlichen und freudigen Ausstrahlung einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Sonja Glinka / Frank Glinka