Berichte

Bezirksapostelgottesdienst in Herne-Wanne-EickelSonntag, 13.11.2005

Beim Bezirksgottesdienst im Juni dieses Jahres hatte Apostel Hoyer versprochen, dass im November der Bezirksapostel einen Gottesdienst für den Bereich Recklinghausen halten würde. Damals hatte allerdings noch niemand geahnt, dass durch die Neustrukturierung der Bezirke nun teilweise andere Gemeinden in den Genuss kommen würden. Am Sonntag, dem 13. November 2005 waren nun also die Gemeinden aus Recklinghausen, Oer-Erkenschwick und (neu hinzu gekommen) Herten wieder in die schöne große Kirche in Herne-Wanne-Eickel eingeladen.


Für die Sängerinnen und Sänger war dieser Gottesdienst eine Herausforderung, denn innerhalb von nur drei Chorproben mussten Lieder für die musikalische Mitgestaltung eingeübt werden. Da sich der große Chor aus neun verschiedenen Gemeindechören zusammensetzte, war es gar nicht so einfach, entsprechende Lieder zu finden, die allen Sängern bekannt waren, denn zum Einüben von neuen Musikstücken blieb keine Zeit. Aber mit viel Engagement und Begeisterung gelang dies und brachte den Gottesdienstbesuchern viel Freude.

Die Freude war auch das Thema des Gottesdienstes. Bezirksapostel Armin Brinkmann stellte ihn unter das Textwort "Aber das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte" (73. Psalm, Vers 28)

Zunächst ging er auf das vom Chor gesungene Lied ein "O dass ich tausend Zungen hätte (CM 249)" und bemerkte, dass wir viel Grund hätten, den lieben Gott noch mehr zu loben, zu danken, ihn zu preisen und zu beten. Denn wir wären bei Gott jederzeit willkommen, erwartet und bekannt. Dazu erzählte er aus seinem eigenen Erleben auf einer seiner Missionsreisen: Kurz vor dem Rückflug nach Hause stellte der Bezirksapostel fest, dass er seine Flugtickets verloren hatte. Da sie nicht wieder aufzufinden waren, musste er sich ohne diese wichtigen Papiere auf den Weg zum Flughafen machen. Dass er trotzdem nach Hause fliegen durfte, machten ihm drei Dinge möglich: Zum einen handelte es sich um eine Gruppenreise, er war also nicht auf sich alleine gestellt, sondern in einer Gemeinschaft. Es war eine kompetente Reiseleitung vorhanden, die ihm die richtige Hilfe leisten konnte. Und als dritter Punkt war wichtig, dass sein Name im Buchungssystem der Fluggesellschaft gespeichert war und so ein Ersatzticket ausgestellt werden konnte. Auf unseren Glauben bezogen sind diese drei Dinge ebenso wichtig: in der Gemeinschaft bleiben, auf die "Reiseleitung" in unseren Segensträgern vertrauen und zu wissen, dass der liebe Gott uns kennt und er uns in seinem "Buch" eingetragen hat.

Danach fragte Armin Brinkmann, ob wir uns noch freuen können. Wir wollen im Gottesdienst Probleme, die uns Sorgen machen, einmal beiseite schieben und uns freuen über das, was unser himmlischer Vater uns anzubieten hat, z. B. durch sein Wort oder die Sündenvergebung. Die nächste Frage des Bezirksapostels war, ob uns Gottes Wort noch berührt. Oder haben wir schon "Hornhaut auf der Seele"? Er wünschte allen Gottesdienstbesuchern, dass sie ihre Empfindsamkeit bewahren und auch mal Emotionen zeigen könnten. "Wir brauchen eine empfindsame Seele, um im Lärm der heutigen Zeit die Stimme Gottes noch zu hören und unterscheiden zu können, ob der Herr ruft oder jemand anderes", so Bezirksapostel Brinkmann.

Die Apostel Wilhelm Hoyer und Christian Schwerdtfeger unterstrichen die Worte des Bezirksapostels, als sie ebenfalls an den Altar gerufen wurden, um ein paar Worte an die Gemeinde zu richten. Apostel Schwerdtfeger erinnerte an Josua aus der heiligen Schrift, der die prägnanten Worte sprach: "Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen" und sich somit deutlich an den lieben Gott hielt - unabhängig von den Meinungen seiner Mitmenschen.

Viel zu schnell war der Gottesdienst zu Ende. Und danach gab es noch jede Menge liebe "alte" und "neue" Glaubensgeschwister aus den verschiedenen Gemeinden zu begrüßen. Es war eine sehr schöne Gelegenheit sich im neuen Bezirk Recklinghausen mal etwas kennenzulernen.

Sonja Glinka