Berichte
Ein Herz nicht nur für Muttis...Sonntag, 13.05.2007
... verteilten am Sonntag, dem 13. Mai 2007 die Kinder unserer Gemeinde an alle Gottesdienstteilnehmerinnen. Die Sonntagschülerinnen und -schüler hatten zuvor gebastelt: auf ein kleines Pappherzchen wurde eine Schokopraline geklebt. Damit erfreuten sie alle weiblichen Besucherinnen zum Muttertag.
Ursprünglich entstanden ist der Muttertag Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA. Dort wurde 1907 eine Initiative gegründet, die die Einführung eines Ehrentages für die Mütter anstrebte. Mit Erfolg, denn im Jahr 1914 erklärte der US-Kongress den zweiten Sonntag im Mai zum Muttertag. Der Ehrentag wurde von weiteren Staaten übernommen. In Deutschland wurde er vor allem vom Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber (wen wundert es?) ins Leben gerufen und am 13. Mai 1923 erstmals gefeiert. Heute wird der Muttertag in vielen Ländern der Erde begangen. Oft wurde als Termin traditionell der zweite Sonntag im Mai ausgewählt.
In der Neuapostolischen Kirche ist der Muttertag kein offizieller Gedenk- oder Feiertag. Trotzdem wird in den Gottesdiensten an diesem Sonntag meistens besonders für alle Mütter gebetet, aber auch für die, die vielleicht gerne Mutter geworden wären. Den Gemeinden bleibt es selbst überlassen, ob sie dem Gottesdienst durch Altarschmuck oder Aktivitäten der Kinder einen besonderen Rahmen geben möchten.
In unserer Gemeinde war der Ehrentag der Mütter an diesem Maisonntag ein „herziges“ Thema. Das fiel bereits beim Betreten der Kirche auf, denn auch der Blumenschmuck am Altar bestand vor allem aus roten Rosen und roten Herzen.
Außer der kleinen süßen Überraschung hatten die Kinder der Sonntagschule noch eine weitere parat: Am Ende des Gottesdienstes trugen sie zur Freude der Gemeinde das Lied „Kumbaya“ vor und wurden dafür spontan mit viel Applaus belohnt.
Auch in der Vorsonntagschule wurden kleine Geschenke für die Mamas vorbereitet: eine hübsch verpackte Blume, ein selbst gemaltes Bild und ein schönes Gedicht überreichten die Kinder nach dem Gottesdienst ihrer Mutti.
Und wie wurde der Muttertag in den Hochlarmarker Familien gefeiert? Wir haben uns ein wenig umgehört. Auf die Frage, wie die Kinder ihre Mütter überrascht hätten, sprudelten sie lebhaft heraus: „Wir haben heute Frühstück gemacht!“, „Ich habe meiner Mutter selbstgemachtes Parfüm geschenkt!“ „Mein Bruder hat sogar Rührei gekocht!“ waren die Aussagen der etwas älteren. Aber auch die Kleineren hatten viel zu erzählen: „Wir haben im Kindergarten etwas gebastelt!“ „Ich habe ein Bild gemalt!“
Dies alles konnten die Mütter nur bestätigen. Sylvia, als vierfache Mutter normalerweise am Sonntag morgen das Chaos gewöhnt, freute sich, dass sie sich ganz entspannt an einen gedeckten Frühstückstisch setzen konnte. Sabine war vor allem gerührt von den Briefen, die ihre Kinder ihr geschrieben hatten. Für Sonja stand an diesem Tag eher Kindergeburtstag mit all dem Trubel auf dem Programm, denn ihr Sohn Tim wurde zwei Jahre alt. Unsere jüngste Mutter Yvonne empfand ihren ersten Muttertag noch nicht als etwas besonderes, denn ihr kleiner Paul ist ja erst einige Monate alt. Sie ist gespannt auf die Zeit, wenn er mal in den Kindergarten geht oder ihr irgendwann den ersten Kuchen backt, meinte sie schmunzelnd. Aber auch alle anderen Mütter durften sich freuen über die vielen kleinen Liebesbeweise ihrer Kinder, in denen sich die Dankbarkeit wiederspiegelte.
Beim gemeinsamen Kaffee trinken ging so ein Muttertagsmorgen mit viel „Herz“ in unserer Gemeinde zu Ende.
Sonja Glinka / Frank Glinka