Berichte
Seniorenreise ins Land zwischen den MeerenFreitag, 15.07.2011
In der 28. Woche 2011 reisten die Senioren nach Silberstedt. Von dort aus wurden einige Ausflüge nach Husum, Schleswig und über Dänemark nach Sylt gemacht.
1. Tag, Montag: Anreise
Pünktlich um 8:00 Uhr konnte der Bus von unserer Kirche in Hochlarmark abfahren. Unterwegs wurde dreimal Pause gemacht, bis schließlich um 15:00 Uhr das Ziel erreicht war. Im Hotel wurden wir erwartet und herzlich willkommen geheißen. Nach dem gemeinsamen Abendessen war der Anreisetag beendet; alle waren reif für das Bett.
2. Tag, Dienstag: Fahrt nach Husum mit Stadtführung
Zunächst brachte uns der Busfahrer zum Deich, von dort oben konnte man einen weiten Blick über das Wattenmeer werfen. In Husum am Altstadtmarkt wurden wir von zwei Stadtführern erwartet. Die Aufteilung unserer Reisegruppe hatte den Vorteil, dass man die Erklärungen besser hören und verstehen konnte. Die historische Altstadt mit dem Tine-Brunnen auf dem Marktplatz, dem berühmten Schloss aus dem 17. Jahrhundert und den vielen Bürgerhäusern zeugt von historischem Wohlstand. Das Schifffahrtsmuseum, die Museumsbauten im Nissenhaus, im Ostenfelder Bauernhaus und im Schloss zeigen eindrucksvolle Glanzlichter aus der Geschichte der Stadt. Weiter ging es zum Binnenhafen. Dort konnte man sehen, wie Schiffe zur Reparatur an Land gezogen wurden oder wie hoch das Wasser bei der letzten Sturmflut stand. Schließlich gelangten zum Wasserschloss. Eine Brücke führte vom Schlosspark in den Innenhof der Schlossanlage.
3. Tag, Mittwoch: Schleswig
Die Stadt am Ende der Schlei hat eine mehr als 1000-jährige Tradition als Handelshafen. Gegenüber der Altstadt waren früher Wikinger zu Hause. Heute kann man dort das Wikinger-Museum Haithabu besuchen. Historische Ausgrabungen und Rekonstruktionen vermitteln eindrucksvoll die Geschichte dieses Volkes. Viele Fundsachen wie z. B. Schmuck, Münzen, Waffen und Werkzeuge konnten wir bewundern. Die Wikinger waren ein fleißiges Volk; weil sie über Wasser schneller wegkamen als über Land, bauten sie sich Schiffe. Auch die Gebäude des Museums haben die Form eines Schiffsrumpfs.
Am Abend besuchten wir den Gottesdienst in unserer Kirche in Schleswig.
4. Tag, Donnerstag: Ausflug nach Sylt
Wir fuhren zunächst mit dem Bus über die dänische Insel Romo und dann mit dem Fährschiff nach List auf Sylt. Die dreiviertelstündige Fahrt durch das Wattenmeer bei Ebbe war sehr interessant. Auf den Sandbänken lagen Seehunde, die allerdings keinerlei Notiz von uns nahmen. Es folgt eine Inselfahrt mit dem Bus von List bis Hörnum. Hier an der Südspitze Sylts liegt der Hafen Hörnum mit zahlreichen Freizeitangeboten und kilometerlangem Strand. Nach kurzem Aufenthalt ging es, vorbei an riesigen Dünen, nach Westerland. Markenzeichen sind Reetdächer, die sogar Hundehütten und Trafostationen schmücken. Die Inselmetropole bietet jede Menge Einkaufsmöglichkeiten und ein kurstädtisches Flair.
Den letzten Abend im Hotel haben wir gemütlich gestaltet. Es wurde gelacht, gesungen und die Erlebnisse Revue passieren lassen.
5. Tag, Freitag: Friedrichstadt und Heimreise
Nach dem Frühstück verließen wir Silberstedt und fuhren nach Friedrichstadt. Entlang der Treene durch ein sumpfreiches Gebiet näherten wir uns Friedrichstadt. Auf halbem Weg liegt das Dorf Bergenhusen, auch Storchenstadt genannt. Hier ist auf fast jedem Haus ein Storchennest zu sehen. In Friedrichstadt zeigte uns eine Stadtführerin in Amsterdamer Tracht die Sehenswürdigkeiten. Zwischen den Flüssen Treene und Eider liegt das reizende Städtchen, wie ein kleines Amsterdam: Grachten durchziehen Friedrichstadt. Herzog Friedrich III. von Schleswig Gottdorf hat hier 1621 religiös und wirtschaftlich bedrängte Holländer angesiedelt. Heute ist die Stadt ein bescheidener Luftkurort mit holländischen Merkmalen.
Nach einer Grachtenfahrt haben wir die Heimreise angetreten. Unterwegs gab es noch eine Pause an einer Raststätte, dann ging es weiter bis gesagt wurde: „Sie haben den Zielort erreicht!“
Karl-Heinz Heimrath