Berichte

Waffelherzen zum MuttertagSonntag, 09.05.2010

Einiges war anders an diesem Sonntagmorgen am 9. Mai 2010, als die Gottesdienstbesucher die Kirche betraten…


Bereits am Eingang wurde man nicht nur, wie sonst üblich, durch die Diakone herzlich begrüßt. Das „Begrüßungskomitee“ hatte Verstärkung bekommen: Die Kinder der Gemeinde standen ebenfalls bereit, um an diesem Sonntag alle Besucher willkommen zu heißen. Selbst die Kleinsten aus der Vorsonntagschule nahmen diese Aufgabe sehr wichtig und machten ihre Sache richtig gut. Sie hatten vorher ja auch genau zugesehen, wie die Großen das machen.

Aber dies war nicht das einzige, was für diesen Tag vorbereitet war. Am Ende des Gottesdienstes übernahmen die Kinder den musikalischen Schlusspunkt. Sie trugen das Lied „Eine Flöte erzählt…“ vor, bei dem der Text der zweiten Strophe als Dankeschön zum Muttertag zum Ausdruck kam.

Wer jetzt dachte, das wäre nun alles gewesen, hatte sich getäuscht. Nach dem Liedvortrag hatten es die Kinder und ihre Lehrerinnen eilig, das Kirchenschiff zu verlassen. Priester Markus Golm, der den Gottesdienst gehalten hatte, meinte augenzwinkernd: „Es ist noch eine Überraschung vorbereitet, dafür benötigen die Kinder aber noch etwas Zeit.“ Deshalb bat er die Gemeinde, noch ein gemeinsames Lied zu singen. Nach vier Strophen meinte der Priester schmunzelnd, dass jetzt wohl alles (???) fertig sein müsste und forderte zunächst alle Gottesdienstbesucherinnen auf, ins Untergeschoss zu gehen, die männlichen Gemeindemitglieder würden dann später folgen…

Als sich dann die Tür des Kirchenschiffes öffnete, ahnten die meisten schon, um welche Überraschung es sich handeln könnte, denn nicht nur das gewohnte Kaffeearoma zog durch das Eingangsportal, sondern auch ein köstlich verführerischer Waffelduft. Und tatsächlich - die Lehrerinnen hatten im Mehrzweckraum mehrere Waffeleisen in Betrieb genommen und mit Hilfe der Kids wurden fleißig frische Waffeln gebacken. Dann kam noch eine ordentliche Ladung Puderzucker drauf und los ging es mit der Verteilung. Nachdem zunächst die Mütter mit den leckeren Waffelherzen versorgt wurden, waren danach auch alle anderen dran.

Mit dem Puderzucker hatten vor allem die Brüder mit ihren dunklen Anzügen so ihre liebe Not. Irgendwie verteilte sich die weiße Pracht überall. Manch ein Anzug würde wohl noch gründlich gebürstet werden müssen…
Nachdem sämtlicher Teig verbacken war, ging ein schöner und aktionsreicher Vormittag zu Ende. Die Gemeinde hat sich über die nette Geste der Kinder sehr gefreut.
 

S. Glinka / F. Glinka